Erweiterung Schützengilde Zell am See
Wussten Sie, dass das modernste
Leistungszentrum der Sportschützen Salzburgs in Zell am See entsteht?
So mancher Golfer wurde schon aus
seiner Konzentration gerissen, als neben dem Abschlag ein Jagdgewehr donnerte. Nun,
wenn Sie noch nicht Golfen und bis dato auch noch kein Mitglied der
Schützengilde sind wird Ihnen diese Information wahrscheinlich neu sein, denn die
Rede ist vom neuen Leistungszentrum der Schützengilde Zell am See.
Der Grundstein für den heute so
erfolgreichen Schützenverein wurde im Jahre 1971 gelegt. Als zwar noch keine
Schießanlage stand, dafür aber der Wille einen zu schaffen umso größer war.
Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die Schießanlage 1974 mit einem großen Freischießen
feierlich eröffnet. In den kommenden Jahren ging es dann auch sportlich steil
bergauf. Fünf Gildenmitglieder gehörten der österreichischen Nationalmannschaft
an, 1986 errangen sie den Vizeweltmeistertitel mit dem Luftgewehr,
Europameistertitel mit neuem Weltrekord – um nur einige zu nennen. In der
Zwischenzeit sind über 30 Jahre ins Land gezogen, die Erfolge des Vereins werden
immer größer und dieser mittlerweile weit über die Grenzen hinaus bekannt.
Nach zusätzlichen Erweiterungen
wurde der Schießstand der Schützengilde Zell am See im Januar 2006 zum ÖSB
(Österreichischer Schützenbund) Leistungszentrum erhoben. Dies ist auch der
Grund für die neuerlichen Erweiterungen der Schießanlage. Die neue Anlage wird
in vielerlei Hinsicht fortschrittlich ausgestattet sein. Eine hochtechnisierte Meytonanlage
unterstützt die Schützen im täglichen Einsatz, um den olympischen Disziplinen wie
Druckluft- und Feuerwaffen gerecht zu werden. Infrarot-Lichtschranken ergeben
ein feines Netz, das den Durchtritt des Geschosses mit hoher Auflösung und
Genauigkeit bestimmt. Die Messung ist deutlich präziser als mit der
herkömmlichen Papierscheibe und unabhängig von jeglicher Witterungsart. Bereits
jetzt wird die Auswertung der Schüsse mit diesem elektronischen Messverfahren
erfasst. Ein weiteres Highlight wird die neue Noptel-Anlage sein. Mit dieser
Messstation ist eine genaue Analyse der angeborenen sowie antrainierten
technischen Fähigkeiten des Sportlers möglich. Die leistungsdiagnostischen
Geräte des Schützenbundes werden in Zukunft im Leistungszentrum Zell
installiert und stehen der Nationalmannschaft zur Verfügung somit wird sie die
modernste Anlage in ganz Österreich sein. Diese Erweiterungen sind sehr elementar,
um dem Präzisionssport „Sportschießen“ auch in der technischen Ausstattung
gerecht zu werden.
Dass die technischen Erweiterungen
der Schützengilde gerechtfertigt sind, zeigen die jüngsten Erfolge der Schützen
aus dem Leistungszentrum Zell am See. Derzeit sind 15 Schützen aus insgesamt
sieben Salzburger Vereinen leistungssportlich tätig. Im Kader trainieren zehn
Nachwuchsschützen. Diese trainieren mit eiserner Disziplin dreimal wöchentlich
und das hat auch seinen Grund: 2007 holten Andreas Rammler (2x), Melanie
Pichler, Stefan und Gernot Rumpler, Alexandra Podpeskar und Tamara Alt sieben
Landesmeistertitel in den Pinzgau. Sowie stolze elf österreichische
Meistertitel durch Andreas Rammler (3x), Fritz Klinger (3x), Ursula Eder
(2x), Stefan Rumpler, Gernot Rumpler und
Alexandra Podpeskar. „Ohne Fleiß kein Preis!“ und das wird im Leistungszentrum
Zell am See sehr hoch geschrieben.
Die Erweiterung der Schießanlage zum Leistungszentrum kam nur durch die großzügige finanzielle Unterstützung der österreichischen Bundessportorganisation, der Landessportorganisation, der Stadtgemeinde Zell am See sowie dem Expräsidenten, Herrn Gerhard Porsche zustande. Die Schützengilde freut sich im Frühjahr 2008 die Pforten des jungen Leistungszentrums feierlich zu eröffnen.

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